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Interviews mit Denis

In Jahren voller Interviews kommt es das ein oder andere Mal vor das man nun selbst ein Interview geben muß. Zur Erinnerung an sein Schaffen hier nun die gesammelten Interviews mit Denis Funke.

Viel Spaß !

Interview mit Denis im DOWN UNDER

in der ROSE war’s, dem beschaulichen klub tief unter dem jenaer erdboden, in dem ich mir den herrn funke schnappte, um ihn zu seiner sendung HELLBORN METALRADIO auszuquetschen. THE GREAT ESCAPE hatten eben ihren soundcheck beendet, um folgend den abend für die norweger EL CACO zu eröffnen, somit galt es, die lärmpause zu nutzen, das diktiergerät auszupacken und den insgeheimen achim menzel-fanatiker zu löchern… musik an sich im radio ist verdammt rar, die spezies metal noch viel rarer, schon allein daher hat sich die sendung seit ihrem bestehen zu einer festen institution für thüringische, kuttentragende fettloden gemausert. also: EINSCHALTEN, LAUTDREHEN, ABGEHEN!

hallo denis, du hast mir mal erzählt, dass das DOWN.UNDER dich zum kacken animiert und deine wurst zum grinsen bringt. ist das wahr?
das ist wahr, ich les das DOWN.UNDER bevorzugt auf toilette.

das konnte ich vorhin gerade feststellen, als du das neue heft in die hände nahmst und unverzüglich auf toilette verschwunden bist…
aber kommen wir zum eigentlichen anliegen, ich möchte METALRADIO HELLBORN, die harten klänge aus jena, dem ostsächsischen raum auch mal näher bringen.
das freut mich sehr, aber es heißt genauer gesagt HELLBORN METALRADIO.

gut, aber auf diese krümelkackerei scheiß ich erstmal, um bei deinen vorlieben zu bleiben. HELLBORN ist online seit?
am 08.06.1999 sind wir das erste mal auf sendung gegangen, in jena im offenen hörfunkkanal, mit homepage etc. seit 2000, internetübertragung seit 2001 und inzwischen auch ausgeweitet auf den offenen kanal eisenach, der sich WARTBURG RADIO nennt, deswegen in thüringen, im regulären radio recht präsent, aber ansonsten auch im internet hörbar, zumindest bisher. wie es genau weitergeht, ist dann noch nicht ganz klar, da es neue regelungen von der GEMA gibt, die die sache für den moment ein bisschen verkomplizieren, aber wir hoffen, alsbald weiterhin online senden zu können.

das klingt erstmal nach einem stetig wachsenden hörerkreis, wie groß ist der mittlweile?
das ist immer schwer zu sagen, weil kein mensch bei solchen kleinen bürgerradios ermittelt, wie hoch tatsächlich die einschaltquoten sind. also wir wissen auf jeden fall, dass wir in der hiesigen metal-szene bekannt sind, dass viele der hiesigen leute, die sich metal anhören, ihren informationszuwachs auch über die sendung holen. und bestimmt ist das auch so bei den jüngeren, die zufällig auf die sendung stoßen, und wir vielleicht auch dafür auslöser sind, dass irgendwann jemand anfängt, sich solche mucke anzuhören.

wie groß ist das feedback, was ihr von euren hörern kriegt?
das ist ganz unterschiedlich. manchmal bekommt man während der sendung gar nichts mit. das versuchen wir dann immer mal über verlosungen und ähnliches abzuchecken, ob überhaupt jemand zuhört. dann gibt’s aber auch sendungen, da verlost man irgendwelche cd’s und es ruft im prinzip fast niemand an, aber am nächsten tag triffst du fünf, sechs leute, die dir alle erzählen: „och, gestern wieder reingehört, war ja ne schöne sendung, und das und das lied waren schön.“ umgedreht passiert es aber auch, wenn dann wirklich wertvolle dinge zur verlosung kommen, festivalfreikarten oder so was, da geht’s dann schon rund am telefon. ansonsten ist es schwer feststellbar. man wird auch immer wieder auf die sendung angesprochen. insofern denk’ ich schon, dass die leute, die mit der mucke was anfangen können, die sendung auch kennen.

welche idee verbarg sich hinter der gründung von HELLBORN?
wir haben mitbekommen, dass es diesen offenen kanal in jena gibt, der hat anfang ’99 aufgemacht. mit dem heiko zusammen haben wir uns überlegt, wir müssen eine metal-sendung machen. aus dem grund heraus, da es einfach keine gab, da metal im radio überhaupt nicht mehr stattfand, seitdem DT64 weg war, und hier in der gegend von den einzelnen, wenigen sendungen, die ein paar westdeutsche sender machen, nichts mitbekommen hat. also hier gab’s kein bisschen metal im radio, also war hier die marktlücke mehr oder weniger da, wobei es auch gar nicht so darum ging, sondern eher am spaß an der freude, dass wir uns da hingesetzt, unsere lieblings-cds mitgenommen und losgelegt haben. alles, was dann später dazukam, konzerte zu präsentieren und zu veranstalten, kontakte zu haufenweise veranstaltern, plattenfirmen und so was aufzubeuen, davon hatten wir am anfang gar keinen blassen schimmer, dass das überhaupt mit so einer kleinen radiosendung auf so einem kleinen sender überhaupt geht.

und wer verbirgt sich hinter METALRADIO HELLBORN?
hinter HELLBORN METALRADIO (volksfront von judäa oder judäische volksfront? - der fragende)… verbirgt sich heiko richter, das ist ein jahrelanger metal-freund, der aus der gegend um greiz stammt, aus ostthüringen, der unter anderem im metal-klub CHRONICAL MOSHERS mitwirkt, in reichenbach im vogtland, auch das dortige open air mit organisiert und eben hier in jena studiert hat und auch in jena arbeitet. dann ich, denis funke, unnützer mensch. nachdem ich mit HELLBORN angefangen hatte, in den ROSENKELLER jena reinkam und meinte, wir müssten hier mal was machen. inzwischen verbringe ich einen grossteil meines lebens im ROSENKELLER zu. und da der heiko inzwischen beruflich sehr viel zu tun hat, haben wir uns jetzt noch einen dritten mann mit dazugeholt, das ist der tobias giersberg aus bad langensalza, der auch in jena studiert hat und damit beschäftigt ist, hin und wieder für den jenaer plattenladen MR.MUSIC zu arbeiten und dann noch sänger der band MONDRAGON ist.

„hellborn“, der name, kommt ja auch nicht von ungefähr…
nee, „hell“ kommt von dunkel und „born“ von senf aus erfurt. äh, nee, es gibt ein dorf in thüringen, das heißt hellborn, das befindet sich ein paar kilometer südlich vom hermsdorfer kreuz, ganz kleines, malerisch wundervolles dörfchen. wir haben ein paar bilder davon auf unserer website, damit der bauer in hellborn, wenn er sich einen computer kauft, und da mal ein bisschen mit internet anfängt, unter hellborn.de auch etwas von seinem dorf dort wiederfindet. also wir haben dort auch das foto gemacht, das den heiko und mich am ortseingangsschild zeigt und was seit jahren schon auf unserer homepage gewissermaßen tragend ist. und es ist einfach so, dass der heiko dort früher öfters vorbeigefahren ist, weil es auf seinem heimweg lag und wir eben einen namen brauchten. damit hatten wir auch unseren ersten flyer, der einfach mal das ortseingangsschild mit dem zusatz „metalradio“ zeigte. inzwischen hat sich’s ja auch ganz gut etabliert.

ja, das hat sich’s eigentlich. welche musik wird vorzugsweise über euern sender ausgestrahlt?
wir versuchen schon eine gewissen bandbreite reinzubringen, schon die sachen, die der ostdeutsche metaller am liebsten hört. also death, black und thrash metal, aber auch eben alles andere, um zu zeigen, dass es auch mehr als das gibt. wir scheuen uns nicht davor, power und true metal in der sendung regelmäßig zu spielen, obwohl das im osten konzerttechnisch fast gar keine rolle spielt. und auch die aktuellen entwicklungen, die jetzt so reingekommen sind, diese ganzen folk metal- und metalcore-bands, das ding der stunde, das findet bei uns eben auch mit statt.

außerhalb der rundfunkwellen seid ihr ebenso aktiv, zum beispiel in der präsentation von veranstaltungen und auch als plattenunterhalter.
ja, das hat sich so eins nach dem anderen ergeben. ich war stammgast hier im ROSENKELLER und dann waren wir ein jahr auf sendung mit HELLBORN, und da hab ich mich hier mit dem booker, dem tom, unterhalten und wir kamen irgendwie auf den dreh, wir machen zu HELLBORNs einjährigem ein konzert hier. damals hatten wir MOSHQUITO als headliner, dann DISASTER KFW und als opener die inzwischen weltberühmten HEAVEN SHALL BURN; und die hütte war voll, 250 zahlende und es hieß, das müssen wir jetzt öfters machen. von da an beispielsweise haben wir jährlich den sylvester-termin bekommen, was sich sehr gut etabliert hat, jedes jahr eine sylvester-metal-party mit drei bands. thüringenweit ist das schon ein event, zu dem die leute hergefahren kommen, weil sie sonst nirgendwo metal zu sylvester geboten kriegen.
die konzertschiene an sich läuft halt weitestgehend hier im ROSENKELLER. alle anderen sachen waren nicht so richtig erfolgreich, wir haben mal in nem anderen klub hier in jena was probiert, da hatten wir dann stolze dreizehn zahlende. mit der dj-tätigkeit ging das los vor vier, fünf jahren auf dem FUCK THE COMMERCE, da sind wir von den veranstaltern gefragt worden, ob wir denn nicht lust hätten, in der halle in neiden mit aufzulegen, na, das haben wir gemacht. dann kam als nächstes das PARTY SAN dazu, dann das CHRONICAL MOSHERS, dann jetzt so ne sachen wie WACKEN:METAL:BATTLE usw.. es zieht jetzt auch immer mehr kreise, ich bekomm immer wieder mal nen anruf. demnächst legen wir zu einem polterabend im garten vom gemeindepfarrer von hellborn auf, also auch dort haben sie inzwischen mitgekriegt, dass es was unter dem namen gibt, und fragten uns, ob wir was machen.
also dann läuft nur DEICIDE und DARK THRONE…
nonstop.

alles klar. kommen wir mal weg von diesem radioscheiß. dein lieblingsklub in ostsachsen?
mein lieblingsklub in ostsachsen? hm. ich war noch nie in nem klub in ostsachsen.

das ist echt schwach.
das östlichste, wo ich zu einem konzert war, war dresden.

dann wird’s zeit! wird sich sicher so mancher leser jetzt auch sagen…
auf alle fälle. wir haben auch ein paar lose kontakte zum beispiel zum EMIL in zittau, aber ich war halt selber noch nicht dort. wir versuchen zwar zu kooperieren, um halt bands, die in die gegend kommen, einen tag in jena, einen tag dort spielen zu lassen. mal sehen, ob das was wird.

noch ein paar letzte worte?
danke für dieses interview und keep rock’n’roll alive, motherfucker!
das is scheich sein spruch, der ist hier auch noch dran.

ok, dann: einschalten, lautdrehen, abgehen.
gut, und jetzt alles noch mal, denn das war nur die probe, die aufnahme lief noch nicht…
 

Metal-dungeon.de - Metalheadz meet Metalheadz - Interview mit Hellborn-Denis auf dem Party-san Open Air

Wir haben Denis vom Hellborn Metal Radio auf dem Party San interviewt. Er war dort als Metal DJ tätig und hat in den beiden Nächten für Action gesorgt. Hier die Fragen :

Gestern habt ihr ja so einige Klassiker gespielt...
Ja, ham wa.

...Einige haben vor der Bühne geschlafen und einige sind voll darauf abgegangen.
Alles wie immer, so wie es sein muss! Ganz viel Bier, viel Mucke. Einige fallen um, die anderen bleiben stehen...

Legst du nur beim Party.San oder auch woanders auf?
Ja, ab und zu. Beim FUCK THE COMMERCE und auch bei anderen, dem Underground verpflichtetem, Veranstaltungen.

Wie heisst du eigentlich?
Ich bin Denis und komme vom HELLBORN-Metal Radio aus Jena.

DJ Denis, oder was?!
DJ Hell oder DJ Born...nene

Was sind denn so deine Lieblingsbands?
Lieblingsbands? Gibt’s nicht...einfach zu viele!

Gibt es denn etwas was du nicht magst?
Reggae!

Und sonst so alle Arten von Metal? Auch so True Metal Kram?
Etwas, so am Rande. Es gibt ein paar schöne Sachen. Aber ein bisschen mehr Gebolze ist mir doch lieber.

Kriegst du hier fürs auflegen auch Kohle?
Das geht dich gar nichts an! (lacht) Um ehrlich zu sein bekomme ich keine Kohle und ich würde auch keine nehmen, weil hinter dieser Veranstaltung ein gewisser Geist steht den es zu unterstützen gilt.
...Wer bist du eigentlich?


Ich bin Steffen von METAL DUNGEON.de...
METAL DUNGEON.de? Ich bin zutiefst beeindruckt. Hab ich noch nie von gehört...

Ist auch nur ein kleines Underground Magazine, aber so langsam geht’s bergauf.
Cool, werd ich reinschauen wenn ich zu Hause bin!

Wie lange hast du gestern Metal Disco gemacht?
Bis 6 Uhr morgens...

Dann hast du ja nicht viel Schlaf bekommen.
Nee ich bin um 7 Uhr ins Bett und um 14 Uhr wieder hoch. Jetzt bin ich doch etwas müde aber nachher geht’s wieder weiter. Von 1 Uhr bis 6 Uhr.

Hast du schon einige Bands im Kopf die du spielen willst?
Naja, SLAYER!! (lacht). Die ganzen Klassiker halt. Wir wissen ja ungefähr was die Leute hören wollen. Wir kriegen auch die Sachen, die wir sowieso spielen wollen, als Wünsche gesagt. Wir streuen außerdem ganz bewusst ab und zu lokale, unbekannte Bands mit ein.

Spielst du auch etwas?
Naja, höchstens an mir selber rum, aber sonst...(lacht)

Alright Heavy Metal!
Schaut mal bei www.hellborn.de rein!

OK, Danke!

 

Interview mit Denis Funke bei www.powermetal.de

Selten hat eine einzige Radiosendung mehr angerichtet - eine gesamte Generation von ostdeutschen Metal-Fans lernte ihre Musik erst über die "Tendenz Hard bis Heavy" im DDR-Sender "DT 64" kennen und lieben. Zwei der eifrigen Hörer und Tape-Mitschneider waren um 1990 herum auch Denis Funke und Heiko Richter. Fast 15 Jahre später sind die beiden gestandene Männer Anfang 30 - und fühlen sich in den Fußstapfen der legendären "Tendenz Hard bis Heavy"-Moderatoren Jens Molle und Matthias Hopke pudelwohl: Denis und Heiko sind die Macher von HELLBORN-Metalradio aus Jena.

Das Radio ging am 8. Juni 1999 das erste Mal auf Sendung, damals noch als einstündige Aufeinanderfolge von Moderationen und Songs. Denis erinnert sich: "Ein Jahr vorher hatten Heiko und ich erfahren, dass in Jena ein offener Kanal aufgemacht wird. Dort sollte also jeder Bürger das frei senden können, was er wollte. So entstand die Idee für das Radio, da wir zu der Zeit noch den alten ?Tendenz Hard bis Heavy?-Tagen hinterhertrauerten." Das Moderatorengespann kannte sich damals schon seit Jahren. "Die Jenaer Szene ist bei nur 100.000 Einwohnern übersichtlich", sagt Denis. Die monatlich einstündige Metalbeschallung reichte bald nicht mehr aus, inzwischen wird das HELLBORN-Metalradio alle 14 Tagen montags ab 18 Uhr für zwei Stunden in den Äther geblasen. Das Konzept blieb von Anfang an relativ gleich. Denis: "Wir versuchen eine relativ große Breite in unser Programm zu bringen. Die meisten Leute im Osten stehen zwar auf Geknüppel, doch wir möchten zu einem gewissen Teil auch Hardcore-, Powermetal- und Rockbands spielen. Unsere Hörer sollen durch uns neue Bands für sich entdecken. Deshalb legen wir in jeder Sendung auch Bands ohne Plattenvertrag auf." Zudem führen die beiden HELLBORN-Moderatoren Interviews. Nur zwei Höhepunkte der Radiogeschichte sind die aufgezeichneten Gespräche mit Peter Tägtgren von HYPOCRISY und Schmier von DESTRUCTION. Außerdem macht das HELLBORN-Team immer intensive Vorab-Berichte zu den Open-Airs der Region wie dem "Fuck The Commerce" oder dem "Party.San". Dort vor Ort betätigen sie sich als DJ-Team, etwa auch beim "Chronical Moshers"-Festival in Reichenbach. "Ab und an kommt auch eine Band hier ins Studio", sagt Denis bescheiden. Inzwischen war wohl aus dem "wilden" Osten schon jede vernünftige Gruppe einmal im kleinen HELLBORN-Studio im Schillerhof Jena-Ost: HEAVEN SHALL BURN, DISILLUSION, DIE APOKALYPTISCHEN REITER, DISASTER K.F.W....

Wie viele Fans diese Ergüsse "In Metal" hören - darüber kann Denis nur spekulieren. "Ich kenne leider keine statistischen Zahlen. Allerdings habe ich mitbekommen, dass es tatsächlich Leute hier in der Umgebung gibt, die zu unsere Sendezeit extra mit dem Auto auf einen Berg fahren, um uns zu empfangen. Außerdem schneiden viele Fans einzelne Stücke aus den Wiederholungen der Sendungen mit. Das ist wie zu DDR-Zeiten, total kultig!"

Doch was bedeutet nun überhaupt: Hellborn? Es ist ein kleiner Ort südlich des Stau-Nadelöhrs Hermsdorfer Kreuz, gleich in der Nähe von Jena. Denis erzählt: "Heiko musste zwischen 1993 und 1998 wegen seiner Ausbildung mindestens zweimal pro Woche an einem Wegweiser vorbeifahren: Der zeigt in Richtung des Örtchens Hellborn. Als die Idee mit dem Radio konkret wurde, druckten wir dann einfach das Ortseingangsschild von Hellborn drauf und schrieben Metalradio drüber. Übrigens liegt unweit von Hellborn das Dorf Lederhose..."

Wenn sich die beiden Moderatoren nicht gerade über diese irrsinnige Verquickung des Schicksals kaputtlachen, veranstalten sie regelmäßig Konzerte im Jenaer "Rosenkeller", einem Studentenclub für alle Arten von Musik von Ska bis Metal. Gruppen wie KRISIUN, GRAVE, DISBELIEF und GRAVEWORM enterten dort zum Beispiel schon die Bühne. "Die Bands gucken immer ganz schön, wenn sie den kleinen Raum sehen. Aber die Stimmung bei den Konzerten ist phantastisch und familiär", sagt Denis. Doch Hauptlebensinhalt bleibt das Radio. "Wir verdienen zwar nichts dabei, aber es macht riesigen Spaß. Außerdem bekommen wir Unmengen von guten und schlechten CDs zugeschickt", meint Denis. Er selbst fühlt sich eher im Doom Metal zu Hause, hört sich auch viele moderne Metalsachen an. "Heiko ist da wohl der oldschooligere Typ von uns", sagt Denis über seinen Partner. Inzwischen ist das Radio auch wieder per Livestream übers Internet zu hören. Einen Traum haben Denis und Heiko freilich noch: "Mit Jens Molle und Matthias Hopke von DT 64 gemeinsam eine Sendung moderieren."

 
T.AKT, Ausgabe Dezember 2001: HELLBORN-Denis wird zum "Thüringer des Monats" gewählt:

"ACHIMS HITPARADE TRIFFT HELLBORN METALRADIO"

Wenn Achim Mentzel auf Accept stößt, werden Alpträume war. Was anmutet wie eine Gratwanderung zwischen zwei Welten, passt nur in die Schublade: "Geschichten, die das Leben schrieb". Das Leben des Denis Funke nämlich. Der 28-Jährige dürfte den Jenensern ein Begriff sein, die Motörhead und Sepultura lieben. Im Offenen Kanal der Saalestadt Jena moderiert er mit seinem Radiokollegen Heiko Richter seit über zwei Jahren das "HELLBORN Metalradio". Womit der BWL-Student jedoch sein täglich Brot verdient, dürfte für abgebrühte Headbanger der Horror schlechthin sein: als technischer Assistent im Produktionsteam von "Achims Hitparade". Wie der Metal-Freak diese Gratwanderung mit seinem Gewissen vereinbart, brachte Katja Müller für t.akt in Erfahrung.

Bist du schizophren?
Nein, so schlimm ist es nicht. Man kann das gut trennen: Das Radio ist ein Hobby, das andere ein Job. Was auf der Bühne abgeht, plätschert total an mir vorbei. Schlimm ist nur, dass diese Volksmusiksachen völlig auf Ohrwurm getrimmt sind. Tage später - alles ist vorbei und du bist wieder zu Hause - ist es, morgens im Bus etwa, schon passiert: Da schießt dir so ein Volksmusik-Ohrwurm durch den Kopf- und du kriegst dieses komische Lied einfach nicht mehr raus ...

Hast du "Lieblinge" unter den Leuten, die da "komische Lieder" machen?
Nee, so weit ist es noch nicht. So tief sind die Kontakte mit den Musikern gar nicht. Achim Mentzel selber ist aber ein sehr netter Zeitgenosse. Der hat sogar schon ein paar Ansagen für HELLBORN Metalradio gemacht. Ist schon cool, wenn jemand wie Achim einen Song von Accept ankündigt!

Hast du mal überlegt, mit deiner Idee vom Metalradio Geld zu verdienen?
Das wäre die angenehmste Variante, wenn man das Hobby zum Beruf machen könnte. Aber das gibt die Radiolandschaft in Thüringen nicht her. PS: Wenn das hier jemand liest, der mich vom Gegenteil überzeugt, der kann sich ruhig melden ...

Aber eine Marktlücke wäre es?
Klar. Ein paar Kompromisse müsste man dabei sicher eingehen. - Das ist wiederum das Schöne an einem Offenen Kanal: Da muss man keine Kompromisse eingehen. Man sendet aus Spaß an der Freude oder, bei uns hat sich das so entwickelt, man macht die Sendung für die Hörer. Metal findet im Radio überhaupt nicht statt und das war auch der Beweggrund, überhaupt damit anzufangen.

Wenn du dir einen Beruf vorstellen solltest, der nichts mit Musik zu tun hat?
Dann sollte er zumindest mit Medien zu tun haben. Rein von der Ausbildung her würde ja Marketing in Frage kommen. Von den Interessen her reizt mich eher der Journalismus.

Die wichtigste Frage: Was hörst du privat?
Ruhigere Sachen wie Anathema und My Dying Bride. Wenn ich mich auf zwei Lieblingsbands einigen müsste, dann wären das diese.

Wen würdest du in deiner Sendung auf dem OK gern mal interviewen?
Slayer! Ansonsten habe ich mir schon Wünsche erfüllt: Johan Edlund, Sänger von Tiamat, zum Beispiel. Das war mein erstes Interview und es war ein Fiasko. Der Sänger galt lange als depressiv und meine erste Frage war, ob er befürchte, dass mit der Sonnenfinsternis im August 1999 die Welt
untergeht. Inzwischen hatte er aber sein Leben verändert und war ein positiv denkender Mensch geworden. Ein paar Wochen später schlag ich eine Zeitschrift mit einem Edlund-Interview auf, Einstieg: "Letztens fragte mich doch einer, ob bei der Sonnenfinsternis die Welt untergeht. Was denken die Leute nur von mir?!" Klasse Gefühl.

Beim "HELLBORN Metalradio" geht nicht die Welt unter, sondern die Headbanger-Sonne auf: nämlich 14-tägig montags von 18:00 bis 20:00 Uhr auf dem OK Jena . Aufgelegt wird "Metal in allen Variationen", so das Credo in punkto Musikauswahl. Lokale Matadoren rauschen ebenso über den Äther wie Stars der Szene. Für alle Nicht-Jenenser gibt es das Metalradio zur Radiosendezeit live im Internet unter www.hellborn.de. Dort findet der Headbanger neben dem ultimativen Hellborn-Shirt eine Underground-Ecke oder Konzerttermine im näheren und ferneren Metalhimmel, die die Höllengeborenen auch selbst inszenieren. Legendäre Luftgitarrenwettbewerbe wie in Neustadt/Orla gehen gleichermaßen über die Bühne wie Konzerte im Rosenkeller zu Jena.

Heißer Tipp: Am 31. Dezember steigt ab 21:00 Uhr im Jenaer Rosenkeller eine Silvesterparty mit Bands wie Moshquito, Fall Of Serenity oder Torn To Pieces. Bis dahin gibt es ab 9:00 Uhr einen Hellborn-Sondersendetag mit 12 Stunden harter Kost." (Katja Müller für t.akt)

 

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  • History

    Es war einmal vor langer, langer Zeit - also in den Jahren 1993 bis 1998 - da fuhr ein einsamer, anfangs noch richtig...

  • Interviews mit Denis

    In Jahren voller Interviews kommt es das ein oder andere Mal vor das man nun selbst ein Interview geben muß. Zur...

  • Letzte Worte

    An dieser Stelle findet ihr die letzten Worte die unsere Hörer für Denis geschrieben haben nach seinem frühen Tod....

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